Buch von Alex Demirovic zu Poulantzas

info am 26. Oktober 2007 um 16:56

Gerade ist auch Alex Demirovic Buch zu Poulantzas in der zweiten überarbeiteten und erweiterten Neuauflage beim Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen. Der Verlag schreibt:

“Nicos Poulantzas (1936-1979) hat mit seinen Beiträgen zur materialistischen Staatstheorie maßgeblich zum Verständnis des kapitalistischen Staates beigetragen. Viele seiner im Anschluss an Gramsci, Althusser und Foucault vorgenommenen Analysen und Begriffe sind auch für das Verständnis der nach-fordistischen Veränderungen von Staatlichkeit anregend. Das Buch von Alex Demirovic stellt eine kritische und systematisierende Einführung in die nicht immer leicht zugängliche Staatstheorie von Poulantzas dar. Das hier in einer gründlich überarbeiteten und erweiterten 2. Auflage wieder zugänglich gemachte Buch ist ergänzt worden um Beiträge, die die Aktualität von Poulantzas’ Begriffen und Theoremen für die Analyse politischer Prozesse verdeutlichen.”

Poulantzas-Reader bei Verso

info am 17. Oktober 2007 um 10:21

Im März 2008 erschein bei Verso ein Poulantzas-Reader mit zentralen Texten und einer Einleitung von James Martin. Aus der Ankündigung:

First ever collection of the key writings of one of the most influential political theorists of the postwar epochNicos Poulantzas was one of the leading Marxist theorists of the twentieth century, developing seminal analyses of the state and social classes during the crisis of monopoly capitalism. This volume brings together a wide selection of Poulantzas’ key writings in legal philosophy and political sociology. Articles include his early pieces on law, his studies of hegemony, authoritarianism, and social classes, and his debate on the state with Ralph Miliband.

Das Times Literary Supplement über Poulantzas:

“It is Poulantzas’ great virtue to have seen so clearly that an adequate Marxist theory of politics must be able to deal with just those phenomena which non-Marxists have regarded as decisive refutations of Marxism.”

Rezension in “Widerspruch”

info am 24. September 2007 um 14:11

Wer sich heute mit dem Werk Nicos Poulantzas’ und dessen Rezeption beschäftigt, spannt gleichsam einen Zeitbogen vom Umbruchjahr 1968 bis zur Gegenwart. Kurz vor dem Pariser Mai erschien sein erstes Buch, Politische Macht und gesellschaftliche Klassen, das bereits wesentliche Gedanken zur Theorie der Klassen und des Staates beinhaltete, die knapp zehn Jahre später in seinem Hauptwerk, der Staatstheorie kulminierten.
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Rezension: Poulantzas verstehen

info am 7. September 2007 um 14:58

Der Sammelband „Poulantzas lesen“ ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Werk des griechisch-französischen Marxisten Nicos Poulantzas. 1936 in Athen geboren und ab Anfang der 60er Jahre in Frankreich tätig, beschäftigte er sich zu Beginn seiner akademischen Laufbahn vor allem mit Fragen des Rechts. Bald jedoch, inspiriert vor allem von Louis Althusser (aber auch anderen Theoretikern – etwa Michel Foucault) entwickelte er intensive Forschungstätigkeiten zu den Fragen des Staates und der Klassen in kapitalistischen Gesellschaften, die er bis zu seinem vorzeitigen Tod 1979 fortsetzte.
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Neuer Band von Bob Jessop mit Beiträgen zu Poulantzas

info am 1. September 2007 um 11:48

Im Argument-Verlag ist ein neuer Band von Bob Jessop mit ausgewählten Schriften erschienen: “Kapitalismus, Regulatio, Staat”. Darin einige bereits auf Deutsch erschienene, aber auch neu übersetzte Aufsätze u.a. zu Nicos Poulantzas. So zum Beispiel: “Über Originalität, Vermächtnis und Aktualität von Nicos Poulantzas”.

Nicos Poulantzas und der Weg in den Sicherheitsstaat?

info am 30. August 2007 um 09:55

Im Sozialismus 7-8/2007 diskutiert Andreas Fisahn in seinem Artikel "Auf dem Weg in den SIcherheitsstaat" die gegenwärtigen sicherheitspolitischen Entwicklungen in Deutschland und geht in diesem Zusammenhang auch auf den autoritären Etatismus von Nicos Poulantzas ein.

Mit Poulantzas die G8 verstehen. Das Gipfeltreffen der Industriestaaten als staatstheoretisches Problem

info am 19. Juni 2007 um 08:15

Die Kämpfe um und gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm sind vorbei. Während die Proteste ihre Erfolge gezeitigt haben, bleibt die Frage, gegen was sie sich eigentlich gerichtet haben. Öffentlich wahrgenommen wurden vor allem zwei Momente der Kritik: Das Treffen sei auf Grund der kleinen Anzahl von teilnehmenden Staaten illegitim, und die neoliberale und kriegstreiberische Politik der G8-Staaten sei abzulehnen. Welche konkrete Funktion der G8-Gipfel jedoch abseits einer umfassenden Gleichsetzung mit der neoliberalen Globalisierung hat, darüber herrscht Uneinigkeit. Im Folgenden wollen wir mit Nicos Poulantzas’ Staatstheorie die Politik der G8 zu verstehen versuchen.
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Poulantzas diskutieren

info am 17. Juni 2007 um 19:50

Poulantzas lesen ist das eine. Poulantzas diskutieren das andere. Eine Form der Diskussion kann eine Mailingliste sein. Vor allem dann, wenn eine Diskussion über eine räumliche Trennung organisiert und geführt werden soll. Deshalb haben wir eine Mailingliste “Poulantzas diskutieren” aufgesetzt. Sie soll die Diskussion und den Austauch von und zu Nicos Poulantzas fördern.

Buchvorstellung

info am 2. Juni 2007 um 11:02

Zwischen dem 22. und 24. Juni 2007 finden in Berlin die 5. linke Buchtage in Berlin statt. Am 22. Juni stellen wir “Poulantzas lesen! Zur Aktualität marxistischer Staatstheorie.” um 18:00 Uhr im Raum C / SFE vor. Näheres folgt.

Rezension in KILBY2: Mit dem Staat gegen den Staat?

info am 30. Mai 2007 um 10:41

Am Ende des ersten Bandes seines Kapitals betont Marx die Rolle des Staates als derjenigen politischen Gewalt, die die logisch-historischen Voraussetzungen für eine funktionierende kapitalistische Produktionsweise bildet. War er einerseits Agent der gewaltsamen Trennung von Produzent und Produktionsmitteln, so organisierte der Staat andererseits die Integration des neu geschaffenen „doppelt freien Lohnarbeiters“ in den kapitalistischen Verwertungsprozess. Die Staatsmacht – „konzentrierte und organisierte Gewalt der Gesellschaft“ – ist somit der Geburtshelfer der neuen Produktionsweise. Erst, wenn diese sich als gesellschaftliche Form verstetigt hat, kann die unmittelbare Staatsgewalt hinter dem „stumme[n] Zwang der ökonomischen Verhältnisse“ zurücktreten. Als politische Drohung des Ausnahmezustandes – darauf hat Marx bestanden – bleibt sie freilich bestehen.
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