Forty Years of Political Power and Social Classes

info am 12. September 2008 um 19:28

An der Universität Salford findet am 24. September 2008 eine eintägige Konferenz anlässlich Poulantzas 1968 erschienenen Buches "Politische Macht und gesellschaftliche Klassen" statt.  Auf der website ist zu lesen:

Nicos Poulantzas’ Political Power and Social Classes was first published in France in May of 1968. The subject matter of the book combined with this fortunate timing made it an overnight sensation. This initial success combined with Poulantzas’ subsequent debate with Ralph Miliband made the English translation of the book, published in 1973, a major event at that time for Marxism and contemporary political and social theory. The work continued to be a key theoretical touchstone for the remainder of the decade.

Although Poulantzas’ subsequent works, particularly State, Power, Socialism and his essays on the transnationalization of the state and class, continue to be widely available and are enjoying popularity with those who study globalization and the increasingly authoritarian character of the neoliberal state, among other topics, Political Power and Social Classes, an infamously complex text, has remained out of print for more than twenty years. The purpose of this seminar is to examine the arguments and reception history of Political Power and Social Classes, to explore the relationship between this initial work and Poulantzas’ subsequent writings, and to identify those concepts and schemas that still hold analytical value but are not widely known or in use at this time.

Speakers will include: Peter Bratsis, University of Salford; Bob Jessop, University of Lancaster; Mabel Thwaites Rey, University of Buenos Aries; Constantinos Tsoukalas, University of Athens

September 24th, 1 to 6pm

Endlich erschienen: Autoritärer Etatismus im Neoliberalismus

info am 16. August 2008 um 16:21

Beim VSA-Verlag ist nun endlich von John Kannankulam erschienen:

Autoritärer Etatismus im Neoliberalismus. Zur Staatstheorie von Nicos Poulantzas

Aus der Einleitung:

Hartz IV und New Deal for Welfare sind aktuelle Schlüsselbegriffe, die für den deutlichen Um- und Abbau wohlfahrtsstaatlicher Errungenschaften in der Bundesrepublik Deutschland und in Großbritannien stehen. Nach dem jahrelangen Lamento über den »aufgeblähten« Wohlfahrtsstaat und überzogenes Anspruchsdenken scheinen die beiden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmenkomplexe dem endgültig ein Ende zu bereiten: Der Wohlfahrtsstaat soll auf seine Kernaufgaben beschränkt werden und seine Leistungen sollen nur noch den »wirklich Hilfsbedürftigen« zugute kommen. Entsprechend scheint nun endlich das Realität zu werden, was konservative und neoliberale Kritiker des Wohlfahrtsstaates seit nunmehr Jahrzehnten fordern: Rückbau des Staates und gleichzeitig mehr Leistungs- bzw. Effizienzprinzip und mehr Markt. Ich will mehr »

Review aus dem International Journal of Contemporary Sociology

info am 5. August 2008 um 09:17

Im International Journal of Contemporary Sociology ist die zweite englischsprachige Besprechung [pdf-download] von "Poulantzas lesen" erschienen.

Interview mit Poulantzas zum autoritären Etatismus in Westeuropa und die Strategien der Arbeiterbewegung

info am 11. Mai 2008 um 15:08

Poulantzas 1968 in ParisAls sich Poulantzas mit 43 Jahren das Leben nahm, war das nicht nur für seine FreundInnen und die französische Linke ein herber Verlust. Aus Anlass seines Todes veröffentlichte auch die ProKla 1979 ein Interview mit Poulantzas, das erstmal in der spanischen Zeitung “El Viejo Topo” veröffentlich wurde. Zum Geleit druckten die Prokla auch den Nachruf seiner FreundInnen ab. Das Interview ‘Es geht darum, mit der stalinistischen Tradition zu brechen!’ ist nun als pdf-Datei verfügbar:

Poulantzas, Nicos (1979): ‘Es geht darum, mit der stalinistischen Tradition zu brechen!’ Interview mit N. Poulantzas zum autoritären Etatismus in Westeuropa und die Strategien der Arbeiterbewegung, durchgeführt von Rodrigo Vaques-Prada, in: Prokla 37, 9.Jg., H.4, 127-140.

Poulantzas und eine kritische Theorie des Staates

info am 21. April 2008 um 12:09

In seinem neuen Buch Herrschaft im Wandel. Ein Überlegungen zu einer kritischen Theorie des Staates (papyrossa , 22,90 €) verhandelt Andreas Fisahn auch Nicos Poulantzas. Nicht nur in einem gesonderten Kapitel geht Fisahn in seinem 400-Seiten starken Buch auf Poulantzas ein, sondern auch in seiner Auseinandersetzung mit anderen Theoretikern und der neoliberalen Verschiebung gegenwärtiger Staatlichkeit. Bereits letzten Sommer diskutierte er Poulantzas These vom autoritären Etatismus in der Zeitschrift Sozialismus.

Besprechung in “capital & class” (Nr. 93) von Daniela Tepe

info am 17. November 2007 um 15:39

This edited volume Poulantzas lesen is an interesting attempt to show a variety of entry points into Nicos Poulantzas’s state theoretical work. Poulantzas, who ended his life in 1979, is celebrated as a classical Marxist thinker. However, the book is less a search for the ‘authentic’ Poulantzas than an attempt to make his critical thinking fruitful for scholarly work today.

The book makes a strong case for materialist state theory, and reminds its readers of the importance of grounding Marxist thinking in an understanding of the capitalist state. The often very complicated and dense language of Poulantzas is interpreted by the authors of each chapter in a fashion that allows the reader to approach the complexity of Poulantzas’s thinking. The editors invite contributors and readers alike to (re)read Poulantzas actively, and thus to seek understand his thoughts constructively by building on references ‘outside the text’ (p. 21).
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Autoritärer Etatismus und Populismus der Neuen Mitte / John Kannankulam

info am 17. November 2007 um 15:27

In der mittlerweile kaum noch zu überschauenden Literatur, die sich dem Phänomen des seit Ende der achtziger Jahre mehrenden Erfolgs rechtsextremer/-populistischer Parteien und Gruppierungen widmet, scheint relativ einhellig die Meinung vorzuherrschen, dass dieses Phänomen in einem engen Zusammenhang mit den Globalisierungsprozessen seit jener Zeit steht. Genauer noch: es wird ein kausaler Zusammenhang gesehen mit der neoliberalen Form der Globalisierung, ihrer Staatskritik, dem Abbau wohlfahrtsstaatlicher Leistungen, ihrer sozialdarwinistischen Leistungsideologie, verknüpft mit der Forderung nach gesellschaftlicher Ungleichheit als Notwendigkeit (Hayek 1981, 38) und, damit verbunden, der zunehmenden Prekarisierung des Lebens für immer größere Gesellschaftsschichten bei gleichzeitiger Häufung ökonomischer Krisen in immer kürzeren Abständen.
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Buch von Alex Demirovic zu Poulantzas

info am 26. Oktober 2007 um 16:56

Gerade ist auch Alex Demirovic Buch zu Poulantzas in der zweiten überarbeiteten und erweiterten Neuauflage beim Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen. Der Verlag schreibt:

“Nicos Poulantzas (1936-1979) hat mit seinen Beiträgen zur materialistischen Staatstheorie maßgeblich zum Verständnis des kapitalistischen Staates beigetragen. Viele seiner im Anschluss an Gramsci, Althusser und Foucault vorgenommenen Analysen und Begriffe sind auch für das Verständnis der nach-fordistischen Veränderungen von Staatlichkeit anregend. Das Buch von Alex Demirovic stellt eine kritische und systematisierende Einführung in die nicht immer leicht zugängliche Staatstheorie von Poulantzas dar. Das hier in einer gründlich überarbeiteten und erweiterten 2. Auflage wieder zugänglich gemachte Buch ist ergänzt worden um Beiträge, die die Aktualität von Poulantzas’ Begriffen und Theoremen für die Analyse politischer Prozesse verdeutlichen.”

Poulantzas-Reader bei Verso

info am 17. Oktober 2007 um 10:21

Im März 2008 erschein bei Verso ein Poulantzas-Reader mit zentralen Texten und einer Einleitung von James Martin. Aus der Ankündigung:

First ever collection of the key writings of one of the most influential political theorists of the postwar epochNicos Poulantzas was one of the leading Marxist theorists of the twentieth century, developing seminal analyses of the state and social classes during the crisis of monopoly capitalism. This volume brings together a wide selection of Poulantzas’ key writings in legal philosophy and political sociology. Articles include his early pieces on law, his studies of hegemony, authoritarianism, and social classes, and his debate on the state with Ralph Miliband.

Das Times Literary Supplement über Poulantzas:

“It is Poulantzas’ great virtue to have seen so clearly that an adequate Marxist theory of politics must be able to deal with just those phenomena which non-Marxists have regarded as decisive refutations of Marxism.”

Rezension in “Widerspruch”

info am 24. September 2007 um 14:11

Wer sich heute mit dem Werk Nicos Poulantzas’ und dessen Rezeption beschäftigt, spannt gleichsam einen Zeitbogen vom Umbruchjahr 1968 bis zur Gegenwart. Kurz vor dem Pariser Mai erschien sein erstes Buch, Politische Macht und gesellschaftliche Klassen, das bereits wesentliche Gedanken zur Theorie der Klassen und des Staates beinhaltete, die knapp zehn Jahre später in seinem Hauptwerk, der Staatstheorie kulminierten.
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