Seminar: Der Staat in Zeiten der Globalisierung. Funktionen, Widersprüche, Perspektiven

Seit die Debatte um ‚die Globalisierung’ geführt wird, ist auch vom Ende oder zumindest der Krise des Nationalstaates die Rede. Haben wir es wirklich mit einen Verlust an Souveränität der Nationalstaaten zu tun, oder geht vielmehr ein Funktionswandel vor sich? Was sind eigentlich die Funktionen des Staates im Kapitalismus und wer definiert sie?
Mit diesen Fragen wollen wir uns unter anderem auf Basis der ‚Staatstheorie’ von Nicos Poulantzas’ auseinandersetzen. Sie steht für den Versuch, eine marxistische ‚Theorie des kapitalistischen Staatstyps’ zu entwerfen. Als Textgrundlage sollen drei Beiträgen aus dem Buch: Poulantzas lesen – zur Aktualität marxistischer Staatstheorie, dienen.
„Die Aktualität dieses Buchs und der Staatstheorie ergibt sich aus zwei Umständen. Ob emanzipatorische Prozesse, die diesen Namen verdienen, mit dem Staat oder doch nur gegen diesen gelingen, weil kapitalistische Ordnung und Staatsordnung einander bedingen und durchdringen, ist eine Grundsatzfrage, für die Poulantzas das theoretische Feld abgesteckt hat.“ Daneben werden wir uns noch weitere Artikel ansehen, die sich mit Staatstheorien beschäftigen.

Seminarlektüre:
Poulantzas lesen. Zur Aktualität marxistischer Staatstheorie, 334 Seiten (2006), VSA-Verlag, ISBN 3-89965-184-7

10. März 2007, 10-18 Uhr, Niemandsland, Heerstraße 19-23, Düsseldorf-Oberbilk
Anmeldung: Thomas Eberhardt-Köster, Am Geisterberg 9, 40629 Düsseldorf Tel.: 0211 9293710, e-mail: Duesseldorf@attac.de

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