Reading Poulantzas – Review in Historical Materialism

info am 29. Dezember 2009 um 18:08

Aus der aktuellen Historical Materialism von Julian Müller:

This review discusses a collection of papers on Nicos Poulantzas’s contribution to Marxist state-theory and socialist strategy. Chapters are grouped into three subject-areas: theory and method; globalisation; political strategy. Particular attention is paid to Poulantzas’s definition of the state and methodology for investigating concrete state-forms. Poulantzas gives primacy to the balance of forces between classes, which raises two questions: Should his approach be integrated with theories which emphasise the formal aspects of the capitalist state? Can power-relations other than those between classes be integrated into a Poulantzian framework? Poulantzas’s work is also relevant to the study of globalisation and supranational actors. First, his investigations of the internationalisation of capital and different fractions of the bourgeoisie help us analyse developments since the 1970s. Second, his theory of the state and its functions provide a benchmark for assessing to which degree national states have been superseded by inter-/supranational institutions such as the EU. Regarding political strategy, the focus is on the path towards democratic socialism. Questions raised concern primarily the right mixture of struggles inside and outside the institutions of parliamentary democracy.

Historical Materialism, Volume 17, Number 4, 2009 , pp. 143-156(14)

Poulantzas lesen in “Actuel Marx”

info am 29. Dezember 2009 um 17:57

Kolja Lindner hat in Actuel Marx (Nr. 46, September 2009, S. 212-215) “Poulantzas lesen” besprochen. Hier die Besprechung in französischer Sprache als pdf-Datei:

pdf

Kontrolle, Überwachung und innere Sicherheit

info am 23. Dezember 2009 um 11:55

Bei Bermuda.funk ist ein Vortrag von John Kannankulam zum Wandel der Staatlichkeit im Neoliberalismus zu hören. John Kannankulam greift hierber vor allem auf die Poulantzas zurück. Zu finden bei Freie-Radios.net. Die ganze Grundfunk-Sendung mit Musik findet sich hier.

John Kannankulam: Neoliberaler Autoritarismus (Buchbesprechung)

info am 14. Dezember 2009 um 18:43

Die Staatstheorie Nicos Poulantzas’ und das damit zusammenhängende zentrale Konzept des Staats als „materieller Verdichtung eines Kräfteverhältnisses zwischen Klassen und Klassenfraktionen“ wurden in den letzten Jahren im deutschen Sprachraum viel diskutiert. Teilweise sehr abstrakt gehaltene Beiträge erinnerten dabei oft an Milibands Kritik im Zuge der berühmten Debatte in New Left Review Anfang der 1970er: „Out, out, damned fact“, persiflierte er Poulantzas’ „absurdly exaggerated fear of empiricist contamination“. Heute scheint insbesondere die deutsche Debatte um Poulantzas oft von einer ähnlichen Angst geplagt. Im Gegensatz zu Poulantzas’ Werk, der in „Faschismus und Diktatur“ eine empirische Faschismusstudie vorlegte, sind im Neo-Poulantzianismus empirische Studien oft Mangelware.

Diese Lücke zu schließen ist eines der Hauptanliegen von Kannankulams Werk zum „autoritären Etatismus im Neoliberalismus“. Wie schon der etwas sperrige Titel andeutet, ist der einleitende Theorieteil für EinsteigerInnen nicht leicht zu lesen. Hier wird erst Poulantzas’ Konzept des „autoritären Etatismus“ ausführlich nachgezeichnet, um dann seine Staatstheorie mit der deutschen Staatsableitungsdebatte bzw. Formanalyse theoretisch zu kombinieren, Diejenigen, die mit der Debatte vertraut sind, finden hier interessante Hinweise zur theoretischen Klarifizierung des Konzepts der „relativen Autonomie“ des Staates gegenüber der Ökonomie. Damit wird dann argumentiert, dass „sich der Staat in seiner spezifischen Formbestimmtheit/relativen Autonomie nur erhalten kann, wenn der ökonomische Reproduktionsprozess als Verwertungsprozess gewährleistet ist“ (S. 70f.). Von daher legt Kannankulam dann großes Augenmerk auf die von ihm identifizierte Schwachstelle von Poulantzas – der empirischen Analyse der internationalen und in weiterer Folge auch auf Nationalstaaten wirksamen polit-ökonomischen Umbrüche seit den 1970er Jahren. Ich will mehr »

Reading Poulantzas – support for translation

info am 22. Februar 2009 um 19:29

Two professional translators are in the process of translating ‘Poulantzas lesen’ into English. In order to pay them, we need funds. If you want to support us or know about potential sources of funding, please get in touch.

Outline of our book project and table of contents

info am 14. Februar 2009 um 11:15

If you don’t read German, you can find now an outline of our book project and a translated version of the table of contents on this website.

Neuere Text zu Poulantzas

info am 14. Februar 2009 um 11:10

Im Zuge der Finanzkrise findet auch der Staat wieder verstärkt in die theoretische Auseinandersetzung zurück . So kommt auch die Debatte in der Wochenzeitung jungle world nicht um Poulantzas herum. Während sich Thomas Schmidinger eher positiv auf Poulantzas bezieht, stellt er für Philipp Lenhard ein Exempel “für eine nach Krise, Verelendung und autoritärem Staat lechzende Linke [dar], die immer noch glaubt, wenn es den Massen so richtig mies gehe, müssten sie ihnen, den wahren Führern der Arbeiterklasse, schon auf den Leim gehen”. Ein Kommentar auf der Seite fragt zurecht, ob der Autor des Textes Poulantzas überhaupt gelesen habe.

Ian Bruff hingegen liefert hingegen eine ernsthaftere Auseinandersetzung um die Aktualität von Poulantzas’ Politische Macht und gesellschaftliche Klassen. Im Rahmen des Panels zu kritischer International Political Economy (IPE) präsentierte er seinen Beitrag auf der Konferenz der “British International Studies Association” im Dezember 2008 in Exeter vor.

Christos Boukalas: Counterterrorism Legislation and the US State Form

info am 15. Oktober 2008 um 17:37

In the September issue of Radical Philosophy (No. 151, pp. 31-41), Christos Boukalas analyses US ‘counterterrorism’ legislation with the help of Poulantzas’s concept of ‘authoritarian statism’. Ich will mehr »

Forty Years of Political Power and Social Classes

info am 12. September 2008 um 19:28

An der Universität Salford findet am 24. September 2008 eine eintägige Konferenz anlässlich Poulantzas 1968 erschienenen Buches "Politische Macht und gesellschaftliche Klassen" statt.  Auf der website ist zu lesen:

Nicos Poulantzas’ Political Power and Social Classes was first published in France in May of 1968. The subject matter of the book combined with this fortunate timing made it an overnight sensation. This initial success combined with Poulantzas’ subsequent debate with Ralph Miliband made the English translation of the book, published in 1973, a major event at that time for Marxism and contemporary political and social theory. The work continued to be a key theoretical touchstone for the remainder of the decade.

Although Poulantzas’ subsequent works, particularly State, Power, Socialism and his essays on the transnationalization of the state and class, continue to be widely available and are enjoying popularity with those who study globalization and the increasingly authoritarian character of the neoliberal state, among other topics, Political Power and Social Classes, an infamously complex text, has remained out of print for more than twenty years. The purpose of this seminar is to examine the arguments and reception history of Political Power and Social Classes, to explore the relationship between this initial work and Poulantzas’ subsequent writings, and to identify those concepts and schemas that still hold analytical value but are not widely known or in use at this time.

Speakers will include: Peter Bratsis, University of Salford; Bob Jessop, University of Lancaster; Mabel Thwaites Rey, University of Buenos Aries; Constantinos Tsoukalas, University of Athens

September 24th, 1 to 6pm

Endlich erschienen: Autoritärer Etatismus im Neoliberalismus

info am 16. August 2008 um 16:21

Beim VSA-Verlag ist nun endlich von John Kannankulam erschienen:

Autoritärer Etatismus im Neoliberalismus. Zur Staatstheorie von Nicos Poulantzas

Aus der Einleitung:

Hartz IV und New Deal for Welfare sind aktuelle Schlüsselbegriffe, die für den deutlichen Um- und Abbau wohlfahrtsstaatlicher Errungenschaften in der Bundesrepublik Deutschland und in Großbritannien stehen. Nach dem jahrelangen Lamento über den »aufgeblähten« Wohlfahrtsstaat und überzogenes Anspruchsdenken scheinen die beiden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmenkomplexe dem endgültig ein Ende zu bereiten: Der Wohlfahrtsstaat soll auf seine Kernaufgaben beschränkt werden und seine Leistungen sollen nur noch den »wirklich Hilfsbedürftigen« zugute kommen. Entsprechend scheint nun endlich das Realität zu werden, was konservative und neoliberale Kritiker des Wohlfahrtsstaates seit nunmehr Jahrzehnten fordern: Rückbau des Staates und gleichzeitig mehr Leistungs- bzw. Effizienzprinzip und mehr Markt. Ich will mehr »