Out now: READING POULANTZAS

info am 28. November 2011 um 17:00

We’re very happy to announce the publication of the English-language edition of Poulantzas lesen.

READING POULANTZAS
Edited by Alexander Gallas, Lars Bretthauer, John Kannankulam & Ingo Stützle

Nicos Poulantzas (1936-1979), one of the most influential Marxist intellectuals of the 1970s, is renowned for his rich analyses and for his thought-provoking writing on socialist strategy. In these essays contributors highlight his enduring contemporary relevance; assess his impact on theories of crisis, class and the state; examine how he responded to challenges such as the internationalization of capital, the rise of feminism and the new social movements; and discuss his work in relation to Karl Marx, Antonio Gramsci, and Michel Foucault.

“Bringing together an impressive collection of established and younger scholars working in the Poulantzasian and Gramscian traditions, this is a book that has one overriding concern, to understand the contemporary political situation. The concepts deployed and the questions examined in Reading Poulantzas are indispensable for anyone who wants to comprehend contemporary political struggle and change.” Peter Bratsis, University of Salford

MerlinPress | ISBN. 978-0-85036-647-1 | paperback | Published November 2011

http://www.merlinpress.co.uk/acatalog/READING_POULANTZAS.html

Index: Download Subject Index and Name Index of Reading Poulantzas.

Errata
Please excuse the erroneous page numbers on pgs. 72-88, 138-153, 170-185, and 231-260. An index with corrected page numbers will be made available on this website soon. Please find the notes on the editors (here) and the list of abbreviated references (here).

Poulantzas zum 75. Geburtstag

info am 21. September 2011 um 09:35

In der Wirtschaftskrise neigt der Staat zu autoritären Reaktionen, wusste Nicos Poulantzas bereits vor dreißig Jahren. Der undogmatische Marxist wäre heute 75 geworden. Alexander Gallas gratuliert Poulantzas im freitag.

Forthcoming: READING POULANTZAS

info am 15. August 2011 um 11:42

After a long wait Reading Poulantzas will finally be published in autumn.

The Greek Marxist political sociologist, Nicos Poulantzas (1936-1979) is one of the most influential of post-war European left thinkers. His works were: Political Power and Social Classes; Fascism and Dictatorship; Classes in Contemporary Capitalism; The Crisis of the Dictatorships, and State, Power, Socialism.

Although he died over thirty years ago, the contributors to this book share the conviction that Poulantzas’s political impulses and studies are more topical than ever. They offer a re-reading of Poulantzas’s work and insight. They map controversies, and reflect on different views as to how Poulantzas’s work should be continued, or surpassed, focusing on four themes:

  • The Economy and the State in the Capitalist Mode of Production
  • Power and Domination
  • Space and Statehood
  • Crisis, Transformation and Political Strategies

“Bringing together an impressive collection of established and younger scholars working in the Poulantzasian and Gramscian traditions, this is a book that has one overriding concern, to understand the contemporary political situation. The concepts deployed and the questions examined in Reading Poulantzas are indispensable for anyone who wants to comprehend contemporary political struggle and change.” Peter Bratsis, University of Salford

You can find information on the book, including the cover, here: MerlinPress

Ingo Elbe: Rechtsform und Produktionsver-hältnisse

info am 22. Februar 2010 um 21:39

Frieder Otto Wolf nannte einmal die Formanalyse des Staates und die strukturmarxistische Staatsanalyse „die beiden großen Initiativen zu einer Erneuerung des Marxismus als politische Theorie, die die 60er und 70er Jahre geprägt haben“. Diese Initiativen werden seit einigen Jahren wiederentdeckt und weiterentwickelt. Vor allem an den Untersuchungen des 1979 verstorbenen marxistischen Theoretikers Nicos Poulantzas ist ein immer stärkeres Interesse zu verzeichnen. Es wurde nicht nur sein Hauptwerk Staatstheorie im Jahre 2002 neu herausgegeben, außerdem erschien 2006 ein Sammelband, in dem beinahe sämtliche Aspekte von Poulantzas’ Schaffen systematisch betrachtet werden. In einigen Beiträgen dieses Bandes wird das Verhältnis von Poulantzas’ relationaler Staatstheorie zur sogenannten Staatsableitung bzw. deren Vorläufer Eugen Paschukanis thematisiert. Auch wenn ich die grundlegende Stoßrichtung der Darstellungen von Joachim Hirsch, John Kannankulam und Sonja Buckel teile, die Überlegungen von Poulantzas und Paschukanis nicht zu unvereinbaren Paradigmen zu stilisieren, so möchte ich doch die dabei m.E. voreilig vorgebrachte These, zwischen beiden bestünde ein ‚heimlicher Dialog’ , in Frage stellen. Zu diesem Zweck sollen hier Poulantzas’ Kritiken an den Ansätzen einer Formtheorie des Staates kurz beleuchtet und ihre Mängel herausgearbeitet werden.

Der komplette Text »Rechtsform und Produktionsverhältnisse. Anmerkungen zu einem blinden Fleck in der Gesellschaftstheorie von Nicos Poulantzas« von Ingo Elbe ist zu finden unter: http://www.rote-ruhr-uni.com

Alexander Gallas: We may not like it, but we have to be part of it. Poulantzas, die Linke und der Staat

info am 15. Februar 2010 um 16:43

Man möchte meinen, dass das Ergebnis der Bundestagswahl wie Balsam auf die Seelen der Mitglieder des hiesigen Blocks an der Macht wirkt. Weit gefehlt, folgt man einem aktuellen Kommentar der FAZ: «Wer es nicht mit Radikalsozialisten zu tun bekommen will, die Mehrheiten für Enteignungen organisieren, hat keinen Grund, sich über den Niedergang der Volkspartei SPD zu freuen». Das Beschwören des Gespenstes ‹Radikalsozialismus› hat sicherlich die Funktion, SPD-PolitikerInnen mit Sympathien für Rot-Rot-Grün das Wasser abzugraben. Aber es ist auch ein Ausdruck der Sorge darüber, dass sich die Anbindung von Lohnabhängigen an den politischen Mainstream lockert. Bei den Arbeitslosen hat die Linkspartei in ganz Deutschland am stärksten abgeschnitten.

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Reading Poulantzas – Review in Historical Materialism

info am 29. Dezember 2009 um 18:08

Aus der aktuellen Historical Materialism von Julian Müller:

This review discusses a collection of papers on Nicos Poulantzas’s contribution to Marxist state-theory and socialist strategy. Chapters are grouped into three subject-areas: theory and method; globalisation; political strategy. Particular attention is paid to Poulantzas’s definition of the state and methodology for investigating concrete state-forms. Poulantzas gives primacy to the balance of forces between classes, which raises two questions: Should his approach be integrated with theories which emphasise the formal aspects of the capitalist state? Can power-relations other than those between classes be integrated into a Poulantzian framework? Poulantzas’s work is also relevant to the study of globalisation and supranational actors. First, his investigations of the internationalisation of capital and different fractions of the bourgeoisie help us analyse developments since the 1970s. Second, his theory of the state and its functions provide a benchmark for assessing to which degree national states have been superseded by inter-/supranational institutions such as the EU. Regarding political strategy, the focus is on the path towards democratic socialism. Questions raised concern primarily the right mixture of struggles inside and outside the institutions of parliamentary democracy.

Historical Materialism, Volume 17, Number 4, 2009 , pp. 143-156(14)

Poulantzas lesen in “Actuel Marx”

info am 29. Dezember 2009 um 17:57

Kolja Lindner hat in Actuel Marx (Nr. 46, September 2009, S. 212-215) “Poulantzas lesen” besprochen. Hier die Besprechung in französischer Sprache als pdf-Datei:

pdf

Kontrolle, Überwachung und innere Sicherheit

info am 23. Dezember 2009 um 11:55

Bei Bermuda.funk ist ein Vortrag von John Kannankulam zum Wandel der Staatlichkeit im Neoliberalismus zu hören. John Kannankulam greift hierber vor allem auf die Poulantzas zurück. Zu finden bei Freie-Radios.net. Die ganze Grundfunk-Sendung mit Musik findet sich hier.

John Kannankulam: Neoliberaler Autoritarismus (Buchbesprechung)

info am 14. Dezember 2009 um 18:43

Die Staatstheorie Nicos Poulantzas’ und das damit zusammenhängende zentrale Konzept des Staats als „materieller Verdichtung eines Kräfteverhältnisses zwischen Klassen und Klassenfraktionen“ wurden in den letzten Jahren im deutschen Sprachraum viel diskutiert. Teilweise sehr abstrakt gehaltene Beiträge erinnerten dabei oft an Milibands Kritik im Zuge der berühmten Debatte in New Left Review Anfang der 1970er: „Out, out, damned fact“, persiflierte er Poulantzas’ „absurdly exaggerated fear of empiricist contamination“. Heute scheint insbesondere die deutsche Debatte um Poulantzas oft von einer ähnlichen Angst geplagt. Im Gegensatz zu Poulantzas’ Werk, der in „Faschismus und Diktatur“ eine empirische Faschismusstudie vorlegte, sind im Neo-Poulantzianismus empirische Studien oft Mangelware.

Diese Lücke zu schließen ist eines der Hauptanliegen von Kannankulams Werk zum „autoritären Etatismus im Neoliberalismus“. Wie schon der etwas sperrige Titel andeutet, ist der einleitende Theorieteil für EinsteigerInnen nicht leicht zu lesen. Hier wird erst Poulantzas’ Konzept des „autoritären Etatismus“ ausführlich nachgezeichnet, um dann seine Staatstheorie mit der deutschen Staatsableitungsdebatte bzw. Formanalyse theoretisch zu kombinieren, Diejenigen, die mit der Debatte vertraut sind, finden hier interessante Hinweise zur theoretischen Klarifizierung des Konzepts der „relativen Autonomie“ des Staates gegenüber der Ökonomie. Damit wird dann argumentiert, dass „sich der Staat in seiner spezifischen Formbestimmtheit/relativen Autonomie nur erhalten kann, wenn der ökonomische Reproduktionsprozess als Verwertungsprozess gewährleistet ist“ (S. 70f.). Von daher legt Kannankulam dann großes Augenmerk auf die von ihm identifizierte Schwachstelle von Poulantzas – der empirischen Analyse der internationalen und in weiterer Folge auch auf Nationalstaaten wirksamen polit-ökonomischen Umbrüche seit den 1970er Jahren. Ich will mehr »

Reading Poulantzas – support for translation

info am 22. Februar 2009 um 19:29

Two professional translators are in the process of translating ‘Poulantzas lesen’ into English. In order to pay them, we need funds. If you want to support us or know about potential sources of funding, please get in touch.